Kulturtour durch Bernburg

Gemeinsam mit dem kulturpolitischen Sprecher der Landtagsfraktion, Stefan Gebhardt, besucht Birke Bull in 3 Etappen Bernburger Kultur- und Freizeiteinrichtungen. In Gesprächen wollen die beiden Abgeordneten herausfinden, wie es um die Kulturlandschaft im Wahlkreis bestellt ist, welche Erfolge es in der Arbeit gibt, aber auch, elche Probleme vorhanden sind und wo die Landespolitik aus der Sicht der Betroffenen eingreifen und wo sie sich zurückhalten sollte. Am 4. Februar erfolgte der Auftakt mit einem Besuch des Bernburger Museums und der Kulturstiftung.

 Während eines Rundganges erläuterte der Museumsleiter Herr Wiermann die Finanzierung des Museums, die Geschichte der Einrichtung und die Pläne für die Zukunft. Dringend notwendig, aber schwer zu finanzieren ist die Modernisierung der Ausstellung, um die Attraktivität des Museums zu erhöhen. Schritt für Schritt werden dabei Erfolge erzielt. Da Museen nicht nur kulturelle-, sondern auch Bildungseinrichtungen sind, wird es auch im Campus Technikus eine wichtige Rolle als Lernort spielen. Dafür wurde im Osttorhaus ein Raum für die Museumspädagogik auf modernstem Stand ausgebaut.

Es entspann sich eine Diskussion über die Festlegung der Kultur als Pflichtaufgabe, um auch in Zeiten knapper Kassen den Erhalt kultureller Einrichtungen zu gewährleisten. Die Abgeordneten sprachen sich für die ordentliche finanzielle Ausstattung der Kommunen mit dem Ziel der weitgehenden Kommunalisierung kultureller Aufgaben aus.

Beim Gespräch mit den Vorsitzenden der Kulturstiftung, Frau Böhlk und Herrn Rosenthal ging es darum, wie es gelingen kann, ein Gesamtkonzept für den Schlosskomplex zu entwickeln, so dass nicht ein Flickenteppich aus Einzelmaßnahmen das eigentliche Potenzial des Schlosses verbirgt. Die Kulturstiftung ist auf der Suche nach strategischen PartnerInnen für dieses Vorhaben. Leider gestaltet sich die Zusammenarbeit mit anderen Kultureinrichtungen der Stadt schwierig. Dadurch konnte bisher auch noch kein gemeinsames Netzwerk mit allen in Bernburg auf kulturellem Gebiet arbeitenden AkteurInnen aufgebaut werden.

Außerdem sprach Frau Böhlk über Schwierigkeiten, als ehrenamtlich arbeitende Stiftung mit den „Profis“ um Fördermittel und Aufträge zu konkurrieren. Es gibt einige geförderte Projekte, die die Kulturstiftung erfolgreich entwickeln und durchführen konnte. Als Beispiel wurde Grimschleben genannt, wo erreicht werden konnte, dass sich ein kleiner Ort um sein Baudenkmal, den Schafstall, kümmert.