LINKE kamen am 1. Mai zum traditionellen Politfrühschoppen zusammen. Das Thema Gewerkschaften bestimmte die Diskussion. In nun schon in mehrjähriger Tradition luden DIE LINKEN zu ihrem Politfrühschoppen am Löderburger See anläßlich des 1. Mai ein. Um 10:00 Uhr konnte Stadtvorsitzender der Staßfurter LINKEN, Ralf-P. Schmidt, Sympathisanten, Gewerkschafter und Mitglieder seiner Partei begrüßen. Als Gast hatten sich DIE LINKEN den Gewerkschafter Jörg Lauenroth-Mago - Landesfachbereichsleiter Handel beim ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen eingeladen. Ziel war es, zum Thema „DIE LINKE im Dialog mit der Gewerkschaft“ ins Gespräch zu kommen. In den Ausführungen des Gewerkschaftssekretärs kamen die Arbeitsbedingungen bei Quelle, Karstadt, Schlecker und LIDL auf den Prüfstand. Insbesondere Niedriglohn, Mobbing am Arbeitsplatz und Leiharbeit ernteten die Kritik der Anwesenden, führen sie doch für die immer mehr werdenden prekär Beschäftigten in die Armut. Und da fanden LINKE und Gewerkschaft auch schnell Gemeinsamkeiten, wenn es um die Themen Mindestlohn, moderner Arbeitskampf und Aktivierung von Betriebsratswahlen ging. Der Gastreferent verglich den aktuellen Kapitalismus mit einem Monopoly – Spiel, welches mit gezinkten Karten gespielt werde und forderte mehr gewerkschaftliche Netzwerke, einen neuen Gewerkschaftsbegriff, der Menschen mit sozialen Gedanken vereint und die Gewerkschaftskraft stärkt. Natürlich waren die LINKEN Anwesenden auch kritische Betrachter der aktuellen Gewerkschaftsarbeit, hatten die Gewerkschaften mit ihrer Unterstützung der Schröder Politik auch Hartz IV und die Agenda 2010 mit ermöglicht. Doch offensichtlich weht nun in der Gewerkschaftsarbeit ein neuer Wind – zunehmend engagieren sich Arbeitnehmer wieder gewerkschaftlich, gründen Betriebsräte und fordern Tarifverträge ein – ließ Jörg Lauenroth-Mago wissen. So konnte Ralf-P. Schmidt am Ende der Veranstaltung zusammenfassen, dass es Aufgabe von Gewerkschaft und LINKEN in der Zukunft sein muss, die Gemeinsamkeiten klarer herauszustellen, auch Erfolge im Arbeitskampf gemeinsam zu publizieren, damit Arbeit nicht rechtlos und ausbeuterisch bis in die Armut gestaltet werden kann.
Ein weiterer Höhepunkt an diesem 1. Mai war die Teilnahme am Altstadtfest. DIE LINKE, war die einzige Partei, die auf dem Staßfurter Altstadtfest anzutreffen war. Dafür ernteten die gesprächsbereiten Stadt- und Ortschaftsräte viel positives Echo, weiß Fraktionschef Klaus Magenheimer zu berichten. Dies nicht nur für die Tatsache, dass die Partei nicht nur vor Wahlen Präsens zeigte, sondern auch dem Bürger das Gesprächsangebot durchweg unterbreite. So konnten die Kommunalvertreter zahlreiche Bürgeranliegen notieren, oder aber Impulse für ihre Stadtratsarbeit mitnehmen. Aber auch gezielt kamen Bürgerinnen und Bürger an den Informationsstand, um sich über LINKE Politik vom Bund bis in die Kommune zu informieren. Hier freute sich Stadtvorsitzender Ralf-P. Schmidt darüber, dass auch junge Menschen den LINKEN Parteienstand nicht ignorierten. Gesprächsthemen waren da auch der Krieg in Afghanistan und die ungerechten, Armut stiftenden Arbeitsbedingungen in Deutschland. Für Schmidt sei es selbstverständlich, dass sich die Kommunalpolitiker nah an den Menschen bewegen, „denn schließlich wohnen, leben und arbeiten wir auch hier.“ – führt Schmidt weiter aus. DIE LINKE hatte am Jahresanfang damit geworben, mehr Präsens auf der Straße zu zeigen, das Altstadtfest ist da nur ein Termin der LINKEN unter Vielen in diesem Jahr – ließ er weiter wissen.