Mitglieder der Partei DIE LINKE gratulierten am Montag in Alsleben und Güsten mit Nelken und Naschereien zum Internationalen Frauentag. Viele Frauen waren überrascht und hatten damit nicht gerechnet. „Da denkt tatsächlich noch jemand dran“ konnten DIE LINKEN des Ortsverbandes Saale-Wipper des öfteren hören. Die Blumen wurden von den beiden Abgeordneten der Linksfraktion im Verbandsgemeinderat Ernst-Hermann Brink und Günter Franz gesponsert.
Am 8. März fand zum 99. Mal der Internationale Frauentag statt. Der Frauentag entstand einst in den Kämpfen von Frauen um bessere Arbeitsbedingungen. Trotz aller Fortschritte müssen auch heute noch Frauen um bessere Arbeitsbedingungen kämpfen, da die klassische Lohnarbeit sich zunehmend prekär entwickelt. Die Kämpfe dagegen haben schon begonnen. Nicht nur die Reinigungskräfte und die Beschäftigten von Schlecker wehren sich.
Noch sind wir weit entfernt von wirklicher Geschlechtergerechtigkeit. So sind zwei Drittel aller Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz bekommen, Frauen, und das bei gleichen bis besseren Schulabschlüssen. Dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zufolge gehen zwei Drittel aller Mütter mit einem Kind unter drei Jahren keinerlei Arbeit nach. Immer noch wird ein Großteil der Hausarbeit der Zeitbudgeterhebung des Statistischen Bundesamtes zufolge von den Frauen erledigt.
Frauen verdienen im Durchschnitt 23% weniger als ihre männlichen Kollegen. Darum fordert DIE LINKE auch weiterhin gleicher Lohn für gleiche Arbeit - Ost wie West und Frau wie Mann.