Die Bundestagsabgeordnete Elke Reinke überreichte einen Scheck in Höhe von 200 Euro an die Gleichstellungsbeauftragte Frau Böttcher und die Mitarbeiterin Frau Pech für das Ascherslebener Frauenhaus. Das Frauenhaus feierte am 26.11.2008 sein 15jähriges Bestehen.
Reinke dazu: "Derzeit ziehen sich die Bundesländer aus der Finanzierung von Frauenhäusern immer mehr zurück und bürden den Kommunen die Finanzierung auf. Die Kosten werden oftmals auf die Opfer abgewälzt. In ihrer Notsituation stehen sie als erstes vor bürokratischen Hürden, die kaum zu bewerkstelligen sind. Wir brauchen die Sicherung einer bundesweit einheitlichen, bedarfsgerechten Finanzierung, die allen Frauen einen kostenlosen Aufenthalt ermöglicht. Dazu benötigen wir ein Bundesgesetz, in dem das Recht auf Zuflucht festgeschrieben wird."
In Sachsen-Anhalt will die Landesregierung für das erste Halbjahr 2009 nur 90 Prozent der Mittel für Projektförderung bereitstellen. Ein weiteres Finanzierungsproblem war die Einführung einer Tagessatzfinanzierung durch Hartz IV. Das heißt, die von Gewalt betroffenen Frauen müssen ihren Aufenthalt im Frauenhaus entweder selbst bezahlen oder Hartz IV bzw. Sozialgeld zur Finanzierung ihres Aufenthalts beantragen.
Reinke weiter: "Es ist sicherlich wünschenswert, dass es keiner Frauenhäuser bedarf. Aber dort, wo Gewalt gegen Frauen leider immer noch vorkommt, sind sie zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden."
Die Bundestagsabgeordneten der Fraktion DIE LINKE. haben die letzte Diätenerhöhung nicht nur abgelehnt, sondern sich selbst dazu verpflichtet, diese in ihren Wahlkreisen für kulturelle und soziale Projekte zu spenden.