Ausstellungsbesuch und Vorlesetag mit Eva und Natalie in Schönebeck
Am 21. November waren Eva von Angern und Natalie Nagel gemeinsam in Schönebeck unterwegs. Zunächst ging es in die Stadtbibliothek zur Ausstellung „Ihre Stimmen dürfen nicht verstummen“ von Schüler:Innen der Sekundarschule “LebenLernen”. Vor zwei Jahren trafen sie Batsheva Dagan (1925-2024), polnisch-israelische Überlebende des Holocaust, die ihnen sagte: „Nun seid ihr dran, meine Geschichten weiterzuerzählen.“ Dieser Aufforderung kommt die Schule nach. In der wachsenden Ausstellung präsentieren die Jugendlichen in Fotos, Bildern, Texten, Plakaten und vielen weiteren Elementen ihre Projektergebnisse und Eindrücke zu Gedenkstättenbesuchen und Exkursionen. Natalie dankt den engagierten jungen Leuten und bekräftigt: „Lasst uns die Geschichte lebendig halten.“
Mit Büchern bepackt ging es dann weiter zum Kinder- und Jugendbüro „Piranha“ vom Verein Rückenwind in der Bahnhofstraße, denn es galt etwas beizutragen zum bundesweiten Vorlesetag. Das Mehrgenerationenhaus, in dem sich das „Piranha“ befindet, machte dabei seinem Namen alle Ehre, denn die Altersspanne der mehr als zwanzig Zuhörenden reichte vom ersten bis zum neunzigsten Lebensjahr.
Eva las gemeinsam mit Sabine Dirlich aus dem Buch „Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten“ von Astrid Lindgren, in dem Pippi ein Weihnachtsfest rettet, das erst traurig zu werden drohte. Anschließend las Natalie dem stets aufmerksamen und mit vielen Snacks gestärkten Publikum „Esst ihr Gras oder Raupen“ von Cai Schmitz-Weicht vor. In dem Buch entdeckt eine Gruppe von Kindern, wie unterschiedlich Familienkonstellationen sein können, z.B. in Bezug auf Nationalitäten oder sexuelle Orientierungen. Dazu hatte Sozialarbeiterin und Psychologin Natalie Nagel auch noch eine pädagogische Übung vorbereitet: Die Kinder stellten malerisch ihre eigenen Familien auf einem Poster dar, sodass ein großes Portrait der Vielfalt entstand. Zur Abrundung des Lesetages gab es noch ein Märchenquiz für die Kids, bei dem es ein paar schöne Kleinigkeiten zu gewinnen gab.

