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Foto: privat

Tim Biermord

Der etwas andere Regenbogen – CSD in Schönebeck

Am 3. Juli 2021 fand im Salzlandkreis der erste Christopher-Street-Day (CSD) statt, dieses Ereignis geschah auf Initiative des CSD Magdeburg. Neben zahlreichen Dragqueens wurden auch an Bauzäunen die verschiedenen Flaggen gehangen, welche über die Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten aufklärten. Der ganze CSD gliederte sich in zwei große Phasen. Die erste Phase war eine Demo durch Schönebeck mit einem großen Wagen, wo ein Dj auflegte und einem kleineren Wagen. Auf dem kleineren Wagen waren Vertreter des Freie Wuffel e.V. zu finden. Das ganze wurde von mehreren Dragqueens begleitet, welche auf Cabrios saßen oder in der Demo zu finden waren. In der Menge um die Akteure junge Menschen von 12-36 Jahren, allesamt mit oder in bunten Flaggen geschmückt. Dort kamen die verschiedensten Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten zusammen, was ja für ein CSD bekannt ist, dennoch war dies nicht einfach eine bunte Regenbogenparade.

Diese Menschen suchen ihren Platz und Anerkennung in der Gesellschaft. In einer Gesellschaft, welche voll von Heteronormativen ist. Dabei ist an diesen Menschen nichts ungewöhnlich, lediglich eine andere Sexualität und/oder Geschlechtsidentität. Sie möchten akzeptiert werden wie du und ich. Was leider sehr schwer ist, wenn es immer noch Personen gibt, die behaupten: „Das ist nur eine Phase.“ oder „Du hattest nur noch nie einen richtigen Mann!“ Solche Aussagen sind leider Alltag für für diese Menschen, für jede*n von ihnen. Ich stellte mir nach diesem Tag die Frage: „Was können wir für diese Menschen tun?“

Natürlich ist mir bewusst, dass wir die anhaltende Diskriminierung gegen queere Menschen nicht von heute auf morgen beenden können. Allerdings können wir diesen Menschen zuhören, ihnen Raum bieten und uns für sie einsetzen. Denn als moderne und gerechte Partei müssen wir uns auch mit der Zukunft beschäftigen. Diese jungen Menschen sind unsere Zukunft, umso wichtiger ist es den Kampf, den sie führen, mit ihnen zu führen. Denn auch im Sozialbereich sind diese von Diskriminierung betroffen, schließlich haben wir nicht umsonst im Programm zur Bundestagswahl viele Punkte für diese Community.

Neben Vertretern unserer Seite (Partei und Linksjugend) waren dort auch Vertreter von SPD, FDP und der Tierschutzallianz. Gerade den Auftritt der SPD finde ich lustig, denn diese habt vor ein paar Wochen erst gegen die Abschaffung des Transsexuellengesetzes gestimmt. Dennoch steht eins fest: wir müssen uns dafür einsetzen, dass auch diese Menschen gehört werden. Wer sich über das Thema um die LGBTQI+-Community mehr informieren möchte, kann sich gerne die Seite „queer-lexikon.net" anschauen.