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Foto: privat

Ein Dorf organisiert sich selbst!

Natalie Nagel

In vielen kleinen Orten zeigt sich immer wieder: Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen selbst anpacken. Ein schönes Beispiel dafür gab es am Samstag, dem 16. Mai, im Barbyer Ortsteil Rajoch.

Der dortige Fußballplatz war über Jahre hinweg zunehmend verfallen. Die Tore waren von Rost, Flechten und alter Farbe gezeichnet und der Platz wirkte trostlos. Doch statt weiter auf bürokratische Prozesse oder lange Entscheidungen zu warten, beschlossen Einwohner:innen von Rajoch kurzerhand, selbst aktiv zu werden.

Mit Leitern, Werkzeug, Schleifgeräten, Pinseln und viel Engagement trafen sich Jung und Alt auf dem Sportplatz, um die alten Tore wiederherzurichten. Zunächst wurde der Schmutz entfernt, dann wurde der alte Lack sorgfältig abgeflext und anschließend wurden die Tore gemeinsam neu lackiert. Viele Hände arbeiteten zusammen – und genau das machte die Aktion zu weit mehr als nur einem Arbeitseinsatz. Sie wurde zu einem Zeichen für Zusammenhalt und Eigeninitiative.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Fußballtore erstrahlen nun wieder in frischem Glanz, wodurch der Platz sichtbar an Attraktivität gewinnt. Komplettiert wird die Aktion durch neue Tornetze, die Diana Grossmann, Mitglied des Ortschaftsrates, aus ihrer Aufwandsentschädigung finanziert.

Unterstützung gab es auch von Natalie Nagel. Sie half selbst mit und hob die Bedeutung solcher Projekte hervor: „Gerade im ländlichen Raum sehen wir immer wieder, wie viel Menschen bewegen können, wenn sie zusammenhalten. Solche Orte sind wichtig für Gemeinschaft, Begegnung und Kinder- und Jugendarbeit. Politik muss dieses Engagement unterstützen statt ausbremsen.“

Die Gemeinde stellte für die Aktion die benötigte Farbe zur Verfügung, alles andere organisierten die Dorfbewohner:innen selbst. In Zeiten, in denen vielerorts zu Recht über fehlende Angebote in ländlichen Regionen geklagt werden muss, setzt Rajoch ein starkes Zeichen: Wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen, kann vor Ort viel bewegt werden, denn gemeinsam ist man stärker als allein.

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