Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Sabine Dirlich, Christian Jethon

Eine (AMEOS-)Weihnachtsgeschichte?

Dirlich und Jethon lassen nach Entlassungen Mitgliedschaft im Regionalbeirat ruhen.

AMEOS hat wenige Tage vor Weihnachten mehreren Mitarbeitern gekündigt. Die Begründungen des neuen
Regionalgeschäftsführers Dr. Timm widersprechen sich dabei – einerseits macht er wirtschaftliche Gründe
geltend, weil es aufgrund der Streiks zu Einnahmeausfällen gekommen sei. Andererseits wirft er den
gekündigten Mitarbeitern »respektloses Verhalten« gegenüber Mitarbeitern und Patienten vor.

Die beiden Mitglieder der Linken-Kreistagsfraktion im sogenannten AMEOS-Regionalbeirat, Sabine Dirlich und
Christian Jethon, erklären hierzu:

Auf der letzten Sitzung des Regionalbeirats am 12. Dezember haben alle anwesenden Mitglieder an die
Führungsspitze - neben Dr. Timm und den Krankenhausdirektoren nahm auch Vorstandsvorsitzender Dr.
Paeger an der Sitzung teil - appelliert, an den Verhandlungstisch mit Verdi zurückzukehren.

Mehrere Beiräte wiesen darauf hin, dass neben dem wirtschaftlichen Schaden, der sich aus längeren Streiks
ergäbe, auch der Ruf von AMEOS als Gesundheitsdienstleister und Arbeitgeber erheblichen Schaden nehmen
würde.

Dirlich und Jethon betonten darüber hinaus, dass AMEOS anerkennen müsse, dass den Beschäftigten gem.
Artikel 9 Grundgesetz das Recht auf Koalitionsfreiheit zustehe und sie sich zur Durchsetzung ihrer
Forderungen einer Gewerkschaft bedienen können.

Mit den nun erfolgten Kündigungen dokumentiert die AMEOS AG, dass sie auf die Ratschläge des von ihr selbst
ins Leben gerufenen Beratergremiums keinen Wert legt und den Weg der Konfrontation gehen will.

Die Kündigungen wenige Tage vor dem Weihnachtsfest erinnern dabei fatal an frühkapitalistische Methoden,
wie sie Charles Dickens in seiner »Weihnachtsgeschichte« beschrieben hat.

Sabine Dirlich und Christian Jethon fordern AMEOS unmissverständlich auf:

1. die legitimen Rechte ihrer Mitarbeiter anzuerkennen und mit deren gewerkschaftlichen Vertretern über einen
allgemeingültigen Tarifvertrag zu verhandeln,
2. die ausgesprochenen Kündigungen unverzüglich zurückzunehmen.
Bis zur Rücknahme der Kündigungen werden Dirlich und Jethon ihre Mitgliedschaft im Regionalbeirat ruhen
lassen.