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Foto: privat

Sabine Dirlich

Eva von Angern in AWO-Pflegeeinrichtung

Die Corona-Pandemie hat die Anstrengungen und die Bedeutung der Pflegeberufe in den Fokus der politischen Debatte gerückt. Und das war gut so! Anlass für die Landtagsabgeordnete Eva von Angern, sich in einer Pflegeeinrichtung umzuschauen und mit Verantwortlichen und Mitarbeiter/innen ins Gespräch zu kommen war es allemal. Begleitet wurde sie von Sabine Dirlich, Christa Beier und der Barbyer Stadträtin Jutta Röseler (Grüne). Über dieses Interesse haben sich die Mitarbeiterinnen der AWO-Einrichtung in Barby denn auch sehr gefreut. Vor allem deshalb, weil sowohl das gutgemeinte „Beifallklatschen“ als auch die lobenden Sonntagsreden praktisch folgenlos geblieben sind, zumindest bei der Bezahlung. Das bedeutet auch für die Einrichtung in Barby, dass es nicht leichter wird, den Fachkräftemangel zu beenden.
Aber auch abseits von Corona und ganz ohne Corona müssen sich die Pflegenden mit Widersprüchen herumschlagen, die ihnen die Arbeit nicht gerade erleichtern. Warum zum Beispiel die Personalschlüssel in den vollstationären Einrichtungen höher ist als in der Kurzzeitpflege, ist für sie nicht nachvollziehbar. Es fallen die gleichen Arbeiten an und auch der Zeitaufwand (24 -Stunden-Pflege) ist der gleiche. Oder weshalb Helfer/innen in der ambulanten Pflege viel mehr Handlungsvollmachten haben als im stationären Bereich bleibt das Geheimnis der Pflegekassen. Und das obwohl Helfer/innen im ambulanten Bereich unter Umständen ganz allein handeln müssen, während im stationären Bereich stets eine Fachkraft in der Nähe ist. Die Landtagsabgeordnete hat diese Probleme mitgenommen und wird sie an entsprechender Stelle in die politische Auseinandersetzung einbringen.
Eine Frage, die uns als Kreistagsmitglieder noch beschäftigen wird, ist die nach den Auswirkungen der Erhöhung des Eigenanteils für die zu Pflegenden auf den Kreishaushalt. Alle, die diesen Eigenanteil nicht selbst aufbringen können, haben Anspruch auf Leistungen aus der Sozialhilfe. Die wiederum ist Sache des Kreises. Wenn sich der Eigenanteil erhöht, erhöhen sich nicht nur die Beträge für die schon Betroffenen, sondern auch die Zahl der Anspruchsberechtigten wird größer. Wir werden die Entwicklung im Kreis verfolgen.