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Foto: privat

Ernst Hermann Brink

Frauentag mit Bürgermeisterkandidat

Auch 111 Jahre nach dem ersten international begangenen Frauentag und 113 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts 1909 ist Deutschland von wirklicher Gleichstellung von Frauen und Männern weit entfernt. Gerade in den letzten Monaten haben Frauen Unglaubliches geleistet. Sie haben zwischen Arbeit, Homeschooling, Versorgung von Angehörigen in Quarantäne und Kinderbetreuung jongliert. Wegen der Pandemie sind große Frauentagsfeiern nicht erlaubt, um aber den Frauen, die in der Kindererziehung und Bildung einen entscheidenden Anteil bei der allseitigen Entwicklung unseres Nachwuchs leisten, haben der linke Bürgermeisterkandidat Lars Lehmann und der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Güsten Ernst Hermann Brink den Erzieherinnen in der Kindertagesstätte „Güstener Spatzen“, der Kindertagesstätte „Pünktchen`s Stromerland“ und den Lehrerinnen der Güstener Grund- und Sekundarschule rote Nelken überreicht. Sie bedankten sich bei allen Frauen für ihre aufopferungsvolle Arbeit gerade in Zeiten der Pandemie. Wenn die Erzieherinnen und Lehrerinnen nicht in den letzten Monaten für die Kinder da gewesen wären, hätten viele Eltern nicht arbeiten gehen können. Trotz Problemen bei der Ausstattung mit Laptops und W-LAN wurden die Aufgaben an die Schüler verteilt und die zurückgebrachten Ergebnisse kontrolliert und bewertet. Wichtig für die Schulen ist, dass sich die Voraussetzungen für ihre Arbeit verbessern. Die Erzieherinnen in den Kindertagesstätten hatten in den letzten Jahren viel zu tun, da die Kinder in kleineren Gruppen betreut werden mussten. Frau Redlich von der Kita „Pünktchen`s Stromerland“ im Ortsteil Osmarsleben sagte: „Wir sind froh, wenn wieder Normalbetrieb herrscht!“ Den Kindern fehlen die Feste, Feiern und das Wegfahren in Tierpark oder zu anderen Zielen. Für die beiden Stadträte steht fest: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Berufe der Sozialen Arbeit, Gesundheit, Bildung, Erziehung und haushaltsnahe Dienstleistungen endlich gesellschaftlich und finanziell aufgewertet werden. Das Einkommen von Frauen liegt immer noch etwa 18% unter denen von Männern. Wir wollen Gleichberechtigung für alle. Nicht nur am Internationalen Frauentag sondern auch an allen anderen Tagen im Jahr.“ Auf dem Weg zur völligen Gleichstellung benötigen wir noch weitere Anstrengungen. Frauen müssen endlich so viel verdienen wie Männer.