Gedenken am 8. Mai in Bernburg
Am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus sowie dem Ende des 2. Weltkriegs in Europa, trafen sich traditionell Mitglieder und Anhänger der Linken, der SPD und der Grünen am Denkmal auf dem Martinsplatz, um der Opfer des Hitlerfaschismus zu gedenken.
Nach der feierlichen Kranzniederlegung durch Henriette Krebs (Linke) und Friedel Meinecke (SPD) folgte eine Schweigeminute zur Erinnerung an die zahlreichen Opfer. Danach hob Henriette Krebs in ihrer Ansprache die Wichtigkeit des Erinnerns und unsere Verantwortung der Opfer gegenüber hervor: „Denn unsere Verantwortung endet nicht mit dem Blick in die Vergangenheit. Sie verpflichtet uns, rechten Ideologien, Rassismus, Antisemitismus und autoritären Tendenzen entschieden entgegenzutreten - in Deutschland, in Europa und weltweit. Die Geschichte muss Mahnung und Verpflichtung zugleich sein - für eine Politik des Friedens, der Verständigung und des gegenseitigen Respekts gegenüber den Nachfolgestaaten der Sowjetunion und allen Völkern Europas. 81 Jahre nach dem 2. Weltkrieg wird auch in Deutschland erneut aufgerüstet, deshalb braucht es nach wie vor eine friedensorientierte Außenpolitik, die auf Diplomatie, Abrüstung und internationale Zusammenarbeit setzt.“ Da Deutschland eine besondere historische Verantwortung für die geschätzten 60 Millionen Opfer des 2. Weltkriegs (darunter 27 Millionen Sowjetbürger) trägt, ist angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen der Schwur der Überlebenden des KZ Buchenwald aktueller denn je: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“

