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Foto: privat

Gegen das Vergessen!

Christian Piatkowski

Am 1. November ist der Ortsverband ELSA-Land losgezogen, die Stolpersteine in Schönebeck zu putzen. Um die Namen der Opfer des Holocausts dem Vergessen zu entreißen, verlegte der deutsche Künstler Gunter Demnig (*1947) vor dreißig Jahren die ersten Stolpersteine. Jede einzelne dieser Messingplatten erinnert an Personen, die unter der Naziherrschaft verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Sie werden vor den Häusern verlegt, in denen diese Menschen wohnten. Dieses Projekt zeigt sehr eindrücklich, wie der Terror der Faschisten in jede Nachbarschaft Deutschlands wirkte. Mittlerweile gibt es Tausende Stolpersteine, die gemeinsam das größte dezentrale Mahnmal der Welt bilden. 
Hin und wieder müssen die Steine poliert werden, um wieder sichtbarer zu sein. Wir wollten gerade im Monat der Novemberpogrome mit unserer Reinigungsaktion ein Zeichen gegen jede Menschenfeindlichkeit setzen und daran erinnern, wohin der Faschismus führen kann. Wie unsere Landtagskandidatin Natalie Nagel sagt: „Die Geschichte hinter jedem Stolperstein verdient eine Würdigung und soll uns daran erinnern: Nie wieder ist jetzt!“ 
Weil auch die Förderschule „Lindenstraße“ aus Schönebeck jedes Jahr alle Stolpersteine der Stadt putzt, haben wir uns auf einen Teil der Steine beschränkt und der Schule zum Dank für ihr großartiges Engagement eine Spende zukommen lassen. 

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