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Foto: privat

Gemeinsames Gedenken in Schönebeck

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Fraktion DIE LINKE im Stadtrat von Schönebeck einen Antrag durchgesetzt, am Tag der Befreiung ein gemeinsames Gedenken aller Fraktionen des Stadtrates durchzuführen. Das war angesichts der Tatsache, dass wir jahrelang als einzige Partei dieses Tages gedacht haben, ein großer Erfolg. In diesem Jahr nun wurde diese Tradition fortgesetzt, so dass wir die Hoffnung haben dürfen, dass wir in Schönebeck die Erinnerungskultur auf eine neue Stufe gestellt haben. In diesem Jahr hatte wiederum die Stadtratsvorsitzende Cornelia Ribbentrop zum Gedenken eingeladen und alle Fraktionen und auch der Oberbürgermeister sind der Einladung gefolgt.
In ihrer Rede machte die Stadtratsvorsitzende darauf aufmerksam, dass Buchenwald überall war. Mit dem Außenlager „Julius“ auch in Schönebeck. Sie bezeichnete den Tag als doppelte Befreiung, von Krieg und von Nationalsozialismus. Interessant ihre Replik auf die Tatsache, dass man sich im Westen lange Zeit schwer getan hat, den 8. Mai als Tag der Befreiung zu betrachten, war er doch Befreiung und Niederlage zugleich. Erst der mutige Schritt des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker anlässlich des 40. Jahrestages der Befreiung, brachte im Westen Bewegung in diese Debatte. Auch die aktuellen rechtsextremistischen Tendenzen blieben nicht unerwähnt und der anwesende AfD-Vertreter musste sich die Kritik gefallen lassen, dass seine Partei rechtsextremistisches und rassistisches Gedankengut nicht nur duldet, sondern sogar akzeptiert und fördert.