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Foto: privat

Kurz erklärt: Haushalt 2026 der Stadt Bernburg (Saale)

Henriette Krebs

Die Stadt Bernburg (Saale) hat für das Jahr 2026 ihren Haushalt geplant. Der Haushaltsplan legt fest, wie viel Geld die Stadt einnimmt, ausgibt und ob Kredite aufgenommen werden müssen. Dieser Plan wurde im Herbst 2025 vorgestellt. Gemeinsam mit unserer Oberbürgermeisterin haben wir – die Stadtratsfraktion Die Linke – uns diesen Haushalt am 24. November 2025 im Detail angesehen. Dabei hat sie sämtliche Fragen, die uns auf dem Herzen brannten, umfassend beantwortet.

Für 2026 rechnet die Stadt mit Einnahmen von rund 86,3 Millionen Euro und Ausgaben von etwa 95,1 Millionen Euro. Damit entsteht ein Defizit von rund 8,8 Millionen Euro. Dieses wird durch Rücklagen aus früheren Jahren ausgeglichen. Auch in den Jahren 2027 bis 2029 sollen Fehlbeträge durch Rücklagen gedeckt werden. Ziel bleibt es, künftig ohne Rücklagen auszukommen.

Zum 1. Januar 2026 betragen die Schulden der Stadt voraussichtlich 17,8 Millionen Euro. Bis Ende des Jahres steigen sie durch geplante Investitionen und neue Kredite auf etwa 22,5 Millionen Euro, was rund 726 Euro pro Einwohner entspricht. Für Investitionen sind Kredite in Höhe von 5,23 Millionen Euro vorgesehen, die von der Kommunalaufsicht genehmigt werden müssen. Dabei sind die Gelder aus dem Sondervermögen „Infrastrukturpaket“ in dieser Planung noch nicht berücksichtigt, da das Land Sachsen-Anhalt hierfür erst noch die rechtlichen Grundlagen schaffen muss. Kommt dieses Geld, entspannt es die Haushaltslage für Investitionen zusätzlich.

Um mit den derzeitigen und geplanten Finanzmitteln jederzeit zahlungsfähig zu bleiben, plant die Stadt einen Kassenkreditrahmen von 14 Millionen Euro. Zusätzlich sind finanzielle Verpflichtungen für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen, zum Beispiel für längerfristige Projekte. Die Steuerhebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bleiben 2026 unverändert und wurden bereits im Jahr 2024 beschlossen.

Die finanzielle Lage der Stadt bleibt angespannt. Viele Einnahmen hängen von äußeren Faktoren ab, die kaum beeinflussbar sind. Nach dem einstimmigen Beschluss mit 28 Ja-Stimmen durch den Stadtrat am 16. Dezember 2025 wird der Haushalt nun der Kommunalaufsicht vorgelegt und anschließend öffentlich bekannt gemacht.

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