Niemals allein – immer gemeinsam

Eva von Angern

Die Fröhlichkeit und die Freude über das Wahlergebnis zur Bundestagswahl am 23. Februar diesen Jahres waren im Mai auf unserem Bundesparteitag in Chemnitz noch deutlich zu spüren. Auch kamen kulturelle Beiträge in der europäischen Kulturhauptstadt auf unserer Bühne ebenfalls nicht zu kurz. Politische Höhepunkte des Parteitages aber waren zweifelsohne die Reden unserer Spitzenkandidaten im Wahlkampf: Heidi Reichinnek und Jan van Aken. Die Themen soziale Gerechtigkeit, Umverteilung, Armutsbekämpfung und Frieden standen dabei natürlich im Mittelpunkt. Gemeinsam stimmten wir uns auf die kommenden Wahlkämpfe ein: im September startet Nordrhein-Westfalen mit den Kommunalwahlen. Im Frühjahr 2026 wählen die Menschen in Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz neue Landtage und Sachsen-Anhalt startet am 6. September 2026 in die drei ostdeutschen Wahlen. Berlin und Mecklenburg-Vorpommern folgen. Alle Wahlen sind für uns als Linke von wesentlicher Bedeutung. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben wir die Chance, als Linke erstmals in die jeweiligen Landtage einzuziehen. Nicht minder wichtig sind die ostdeutschen Landtagswahlen, in denen es darauf ankommt, mit einer starken Linken in den drei Ländern eine starke Stimme für Ostdeutschland, gegen Rechtsextremismus und die Bekämpfung von (Kinder-) Armut zu sein. Das ist unsere Aufgabe, der wir uns mit all unseren neuen und erfahrenen Mitgliedern stellen wollen. Niemals allein – immer gemeinsam.

Natürlich ging es auch auf diesem Parteitag nicht ohne Kontroversen ab. Insbesondere die Debatten um den Umgang unserer Partei mit dem Konflikt im Gazastreifen sind eine enorme politische Herausforderung. Einfache Lösungen gibt es dafür nicht. Klar ist jedoch, dass wir neben der deutlichen Verurteilung der Regierung Netanjahus für deren unverhältnismäßiges Vorgehen gegen die Bevölkerung Gazas immer eng an der Seite aller Jüdinnen und Juden stehen.