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Foto: privat

Christian Härtel

Staßfurter Gedenken zum Weltfriedenstag

In Staßfurt kamen am 1. September Einwohnerinnen und Einwohner zum gemeinsamen Gedenken und einer Kranzniederlegung am Benneckschen Hof zusammen. Die Gedenkrede zum Weltfriedenstag hielt dort der LINKE-Bundestagsabgeordnete Jan Korte.
„Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann vor 82 Jahren, am 1. September 1939, der Zweite Weltkrieg. Als nationalsozialistischer, rasseideologischer Raub- und Vernichtungskrieg kostete er Millionen Menschen das Leben. 6 Millionen europäische Jüdinnen und Juden und 500.000 Sinti und Roma fielen dem Rassewahn der Faschisten zum Opfer. Mit insgesamt 60-70 Millionen Toten, von denen allein die Sowjetunion 20 Millionen zu beklagen hatte, steht der Zweite Weltkrieg für die Tragödie des 20. Jahrhunderts“, so Korte.
„Nicht nur an diesem Tag sollten wir uns an die Millionen Opfer erinnern und an die Verheerungen, in die deutscher Nationalismus und Rassenwahn die Welt gestürzt haben. Die entscheidende Lehre aus der Geschichte lautet: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus! Aus dieser Erkenntnis heraus hat die LINKE den Afghanistan-Krieg, der gestern mit dem Abzug der letzten US-Soldaten endete, immer abgelehnt.
Das Fiasko des zwanzigjährigen Krieges, in dem Zehntausende Afghanen und tausende NATO-Soldaten starben, muss nun schnellstmöglich und schonungslos aufgearbeitet werden. Eine Lehre aus dem Scherbenhaufen, den die NATO-Staaten in Afghanistan hinterlassen, steht schon jetzt fest: die Waffenexporte in Krisengebiete müssen sofort gestoppt und verboten werden! Je kleiner die Rolle der Vernunft wird, desto wichtiger ist die Rolle der Menschen, die für Frieden, Verständigung und Diplomatie aufstehen und sich Rassismus und Nationalismus in den Weg stellen. Heute, immer, hier und überall“, erklärt der anhaltische LINKE-Bundestagsabgeordnete Jan Korte abschließend.