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Foto: privat

Straßenkunst für Demokratie

Natalie Nagel

Mit dem Straßenkunstprojekt „1000 Steine – Wir bauen Zukunft“ setzte der AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt am 10. Mai in Magdeburg ein eindrucksvolles Zeichen für Solidarität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Werte. Auch der Vorstand des Ortsverbandes ELSA-Land besuchte die Installation. Vor Ort waren die beiden Co-Vorsitzenden Natalie Nagel und Christian Piatkowski, ihr Stellvertreter Georg Nagel sowie Vorstandsmitglied Daniela Lange.

Im Mittelpunkt des Projekts steht das sogenannte „Haus der Zukunft“ – eine begehbare Installation mit rund 25 Metern Durchmesser und einer mehrere Meter hohen „Säule der Gesellschaft“ im Zentrum. Das Kunstwerk soll sichtbar machen, was eine solidarische Gesellschaft trägt: Freiheit, Gerechtigkeit, Vielfalt, Teilhabe und Verantwortung füreinander.

Seit Ende 2025 haben sich zahlreiche Schulen, Vereine und soziale Einrichtungen aus ganz Sachsen-Anhalt beteiligt. In Workshops gestalteten mehr als 300 Menschen rund 2.000 Pappsteine mit ihren persönlichen Wünschen, Hoffnungen und Vorstellungen für die Zukunft. Jeder Stein steht symbolisch für eine Stimme in der Gesellschaft – und gemeinsam entsteht daraus ein Ort des Austauschs und der Begegnung.

Die Installation greift zentrale gesellschaftliche Themen auf: Bildung, Fürsorge, Zusammenhalt und Nachhaltigkeit. Gerade in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Spaltung und eines spürbaren Rechtsrucks setzt das Projekt ein bewusstes Zeichen für Demokratie und Menschlichkeit.

Für den Ortsverband ELSA-Land war der Besuch deshalb auch politisch von großer Bedeutung. Landtagskandidatin Natalie Nagel betonte die gesellschaftliche Relevanz solcher Projekte insbesondere mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt:

„Dieses Projekt zeigt, dass Zukunft nicht von oben verordnet wird, sondern gemeinsam entsteht. Gerade vor der Landtagswahl müssen wir darüber sprechen, in welchem Sachsen-Anhalt wir leben wollen: in einem Land der Ausgrenzung und sozialen Kälte – oder in einem Land der Solidarität, Vielfalt und Teilhabe. Das ‚Haus der Zukunft‘ macht sichtbar, dass viele Menschen bereit sind, für genau diese Werte einzustehen.“

Piatkowski hob ebenfalls hervor, wie wichtig kulturelle und soziale Projekte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind. „Kunst und politische Bildung müssen für alle Menschen zugänglich bleiben und dürfen nicht zum Luxus werden.“

Nach seiner Auftaktveranstaltung in Magdeburg wird das Straßenkunstprojekt der AWO auch in weiteren Städten Sachsen-Anhalts Station machen, unter anderem in Zeitz und Halle (Saale). So wächst das „Haus der Zukunft“ weiter – getragen von den Ideen und Visionen vieler Menschen im Land.

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