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Foto: privat

Veranstaltung zum Weltfriedenstag in Staßfurt

Klaus Magenheimer

Zum wiederholten Mal trafen sich am 1. September Friedensfreundinnen und Friedensfreunde an der vom Staßfurter Volkskünstler Walter Richter geschaffenen Friedentaube. Anlass für das öffentliche Auftreten war der 87. Jahrestag des Beginns des vom Hitlerfaschismus entfachten 2. Weltkrieges. Mehr als 20 Teilnehmende, unter ihnen auch der Bürgermeister der Salzstadt Staßfurt René Zok. Als „Mayor for Peace“ beteiligte er sich.

In seiner Rede bewertete der Redner Veit Kuhr den Truppenüberfall Deutschlands auf Polen als einen Flächenbrand der braunen Unmenschlichkeit. Seit seiner Rede vor zwei Jahren ist die Welt nicht friedlicher geworden. Im Gegenteil, es gibt gegenwärtig in der Welt 60 Kriege bzw. bewaffnete Konflikte. 

Die Antwort der politischen Welt zum Weltfriedenstag, eingeschlossen die deutsche Bundesregierung, sind immer mehr Waffen. So hat Deutschland 47.000 Beschaffungsverträge zu Rüstungsgütern im Wert von insgesamt 111 Milliarden Euro abgeschlossen. Mit den deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine, Israel und Katar entwickelt sich unser Land zum drittgrößten Waffenexporteur. In den Vorstandsetagen von Heckler & Koch, Thyssen und anderen knallen die Sektkorken und gleichzeitig lebt jedes vierte Kind in Sachsen Anhalt in Armut.

In Bezug auf die bevorstehende Landtagswahl bezeichnete der Redner die neuen Blauen der AfD als die alten Braunen. Sie hetzen seit Jahren gegen Flüchtlinge, Andersdenkende, Andersliebende, verbreiten ihre rassistische und faschistoide Ideologie. Mit dem Zitieren eines Liedtextes von Konstatin Wecker, schilderte der Redner die momentane politische Situation und rief uns auf, sich einzumischen und nein zu sagen. „Lasst uns den heutigen Weltfriedenstag auch als einen aktiven politischen Aufruf verstehen, sich gegen jeglichen Krieg friedlich uns aktiv zur Wehr zu setzen. Lasst uns friedliche Friedenskämpfer sein. Werden wir wieder friedenstüchtig.“, endete seine Aufforderung an die Anwesenden. Das Mitglied der Staßfurter Friedensinitiative, Sigrid Kullak, machte in ihrem Redebeitrag nochmals auf die gegenwärtige politische Situation aufmerksam und forderte von allen Anwesenden ein aktives Handeln im Kampf für Frieden und gegen Gewalt. Eine Schweigeminute vereinte alle Anwesenden beim aktiven Nachdenken. Im Anschluss starteten weiße Friedentauben unter Beifall der Anwesenden in den Abendhimmel. Nach ihnen stiegen blaue Luftballons mit der Friedenstaube und rote mit dem Symbol der Partei in den Abendhimmel.

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