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Engagierte gehören in den Mittelpunkt, nicht das Eigenlob des Familienministeriums!

Zur bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements, die am 28. September zu Ende ging, erklärt die Bundestagsabgeordnete Elke Reinke (DIE LINKE), Obfrau im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement:

 Es war eine gute Gelegenheit, sich die große Bedeutung und Leistungen von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für unsere Gesellschaft bewusst zu machen und allen herzlich Dank zu sagen sowie Anerkennung zu bekunden. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen: Familienministerin von der Leyen und andere Beschäftigte ihres Hauses loben die eigenen Leistungen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in höchsten Tönen. Gleichzeitig kommen immer häufiger die Belange der Engagierten zu kurz. Mit großer Ignoranz widersetzt sich das Ministerium der von vielen Seiten - zum Beispiel von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung - herangetragenen Bitte, die Förderung der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) über das Jahr 2008 hinaus weiterlaufen zu lassen. Von einer "Gefahr der Dauerförderung" und "Parallelstrukturen" ist die (Gegen)Rede.

Dass aber bei einer Streichung der Fördermittel ein gut funktionierendes, effektiv arbeitendes Netzwerk den Teppich unter den Füßen weggezogen bekommt, interessiert dort niemanden wirklich. Werden die Gelder tatsächlich gestrichen, könnten künftig 50 Prozent der Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern zu sozialen und gesundheitlichen Themen nicht mehr hinreichend beantwortet werden. Dennoch schmückt sich das Familienministerium auf seiner Webseite unter dem Punkt "Selbsthilfekontaktstellen" nach wie vor mit der NAKOS. Das ist unredlich und verlogen!

 Meine Fraktion DIE LINKE. wird alles in ihren Kräften Stehende tun, um die Streichung der Projektförderung für die NAKOS zu verhindern. Den Worten aus dem Bundesfamilienministerium, dass bürgerschaftliches Engagement einen hohen Stellenwert besitze, folgen nur unzureichende Taten. Es wird einmal mehr am falschen Ende gespart!

Für mich steht fest: Die Interessen und Wünsche der Engagierten müssen im Mittelpunkt stehen, nicht das Eigenlob eines Ministeriums.

 

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