Existenzminimum darf nicht gekürzt werden!
Elke Reinke erklärt anlässlich des Erscheinens einer Broschüre zu Sanktionen gegen Hartz-IV-Beziehende
Sanktionen, also die Kürzung des Existenzminimums, sowie alleine die Androhung solcher Sanktionen beeinträchtigen in schwerer Weise den Alltag und die Lebensmöglichkeiten von Hartz-IV-Betroffenen. Sanktions-drohungen bevormunden diejenigen, die sich durch den Verlust ihres Arbeitsplatzes ohnehin schon "gestraft" fühlen. "Spuren" tritt an die Stelle von Eigenverantwortung, Selbstbestimmung und dem Aufbau einer Perspektive, die nicht nach kurzer Zeit wieder in Hartz IV führt. Selbst diejenigen, die alles tun, was das Job-Center von ihnen verlangt, sind nicht vor Sanktionen geschützt.
Kaum zu übersehen ist, dass das Drohpotenzial von Hartz IV bis in die Erwerbswelt hineinwirkt und auch viele Lohnabhängige gefügig macht.
Elke Reinke dazu: "Kürzung oder Entzug des Existenzminimums verstoßen gegen die Unverletzlichkeit der Menschenwürde. Wir brauchen stattdessen eine repressionsfreie, armutsfeste, wirklich soziale Grundsicherung."
Die Broschüre der Berliner Kampagne gegen Hartz IV: "Wer nicht spurt, kriegt kein Geld. Sanktionen gegen Hartz-IV-Beziehende. Erfahrungen, Analysen, Schlußfolgerungen" kann als pdf-Datei heruntergeladen werden unter
www.hartzkampagne.de, dort auf der Startseite unter Aktuelles
