Skip to main content

Kindergelderhöhung geht an den Ärmsten vorbei

Und täglich grüßt das Murmeltier: Arme gehen wieder einmal leer aus

Zu der am 15.10.2008 vom Kabinett beschlossenen Kindergelderhöhung erklärt die Bundestagsabgeordnete Elke Reinke (DIE LINKE):

 "Die ohnehin sehr magere Kindergelderhöhung von 10 Euro muss wirklich allen Familien zugute kommen. Es ist sozial ungerecht, dass Hartz-IV-Beziehenden dieser Betrag auf ihren Regelsatz angerechnet wird. Ihnen bleibt letztlich von der Kindergelderhöhung kein Cent zusätzlich übrig. Im Salzlandkreis leben rund 35 Prozent der Kinder bis 14 Jahre in so genannten Hartz-IV- oder Aufstockerfamilien. Dazu, dass wieder einmal einkommensarme Familien in Folge einer "Reform" leer ausgehen, fällt mir nur ein: Und täglich grüßt das Murmeltier...

 Seit dem Jahr 2002 wurde das Kindergeld nicht mehr erhöht, hinzu kommen Preissteigerungen in fast allen Lebensbereichen. Dies kann auch die jetzt beschlossene mickrige Erhöhung von 10 Euro nicht annähernd ausgleichen. Ohne mit der Wimper zu zucken, werden Fehler der Banken und der Bundesregierung durch milliardenschwere Unterstützungsprogramme für den Finanzsektor ausgebügelt - bei den Ärmsten der Armen muss dann wieder gespart werden!"

Zurück zum Kopf der Seite