Landesangestellte brauchen ein angemessenes Gehalt
MdB Elke Reinke unterstützt Warnstreik:
"Ich habe nach zwei Nullrunden vollstes Verständnis für die heute hier in Magdeburg streikenden Menschen. Es darf nicht sein, dass immer weniger Menschen immer mehr Verantwortung schultern müssen, ohne auch noch entsprechend entlohnt zu werden", erklärt die Harzer Bundestagsabgeordnete Elke Reinke (DIE LINKE) zum heutigen Warnstreik von Tausenden Landesangestellten Sachsen-Anhalts.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rief gemeinsam mit ver.di, GdP und dbb-Tarifunion alle Landesangestellten im Bildungsbereich, in der Verwaltung, an Gerichten, in Autobahnmeistereien und bei der Feuerwehr etc. für heute zum ganztägigen Warnstreik mit Kundgebung in Magdeburg auf. Die Tarifgemeinschaft der Länder hatte in der dritten Verhandlungsrunde am
14. Februar in Potsdam für die rund 700 000 Beschäftigten kein ernst zu nehmendes Angebot unterbreitet. Die Gewerkschaften fordern eine Gehaltserhöhung von 8 Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr. Elke Reinke unterstützt den Streik und nahm mit Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstes aus Aschersleben und dem Harz an der Kundgebung teil, die zu den größten der vergangenen Jahre in Sachsen-Anhalt gehört.
Reinke weiter: "Ich bin von der Kulisse der rund 15 000 Streikenden schwer beeindruckt. Dies zeigt, dass ihre Geduld zu Recht am Ende ist. Eine angemessene Gehaltserhöhung ist wegen der Reallohnverluste in den letzten Jahren dringend notwendig. Verantwortungslose Finanzjongleure bekommen Milliarden an Euro zugeschustert - Lehrer, Erzieher oder Verwaltungs-angestellte erhalten lediglich Almosen. Auf diese Weise ist keine Konjunktur anzukurbeln! Fast 20 Jahre nach der Wiedervereinigung ist es zudem nicht hinnehmbar, dass Arbeitgeber versuchen, die Gehaltsentwicklung im Osten von der im Westen abzukoppeln. Eine zeitliche Verschiebung der Tarifentwicklung ist niemandem zuzumuten. Ich hoffe sehr, die Tarifgemeinschaft der Länder versteht die von den heutigen Streiks ausgehenden Signale und kommt am Samstag zur Vernunft."
