Thema Freitische endlich auf der Tagesordnung
Thema Freitische nun endlich auf der Tagesordnung von Stadtrat und Fachausschüssen - Staßfurter LINKE wollen in der Diskussion engagiert mittun, Ralf-Peter Schmidt erklärt hierzu:
In Stadtrat und Fachausschüssen will die Staßfurter LINKE in der Diskussion engagiert mittun, Ralf-Peter Schmidt erklärt hierzu:
Der Beschluss des Staßfurter Stadtrates von Donnerstagabend ist als positives Zeichen zu werten. Stadtrat und Fachausschüsse wollen sich nun endlich mit dem Thema in der Sache befassen. Staßfurter BürgerInnen und insbesondere SchülerInnen können nun gespannt sein, wie die Stadträte mit der Umsetzung des § 72 a des Schulgesetzes umgehen.
DIE LINKE in Salzlandkreis, und so auch in Staßfurt macht seit einem Jahr auf das Thema Freitischgewährung laut Schulgesetzt aufmerksam. Als positiv bewertete sie die dazu durch den Landkreis erstellte Richtlinie, welche landesweit Respekt erntete. Landeselternrat und andere Städte in Sachsen-Anhalt nahmen sich dem Thema an und zahlreiche Regelungen sind dazu aktuell in der Erarbeitung.
Nun war das Thema auch auf der Tagesordnung des Stadtrates präsent und wurde zur weiteren Bearbeitung in die Fachausschüsse verwiesen. Für die Staßfurter LINKEN ein positives Zeichen, denn nach der in den Medien vorab stattgefundenen Artikelflut war auch mit einer Ablehnung im Staßfurter Stadtrat zu rechnen.
Der Verweis auf das Land oder aber auf die Haushaltsmittel bringt hier die Diskussion auch nicht weiter. Das Schulgesetz besteht seit Jahren mit dem Freitischparagraphen. Hier soll die Diskussion nun nicht in Richtung Land abgeschoben werden, denn dies wäre Jahre zu spät. Staßfurt muss sich einfach eingestehen dass es diese Regelung bisher vernachlässigt habe und seine Verantwortung für Kinder in ihren Schulen ernst nehmen muss. Und da darf man einfach auch etwas verspätet positiv loslegen. Aus Sicht der LINKEN ist die Zeit dazu nun reif.
DIE LINKEN haben ihre Hausaufgaben mehr als gemeistert. Sie legten dem Stadtratsvorsitzenden und dem Oberbürgermeister einen Antrag zur Beschlussfassung im Stadtrat zum Thema Freitische vor. Unsererseits wurde eine für Staßfurt zugeschnittene Richtlinie zum Thema Freitische erarbeitet. Dies ist nun Grundlage der Stadtrats- und Ausschussarbeit.
Auch im Sinne der betroffenen Familien muss hier in Staßfurt gehandelt werden. So ist es nicht vertretbar, dass Sekundarschüler der Staßfurter Sekundarschulen über den Landkreis Freitische erhalten können, Schüler der Sekundarschule Förderstedt, die in Trägerschaft der Stadt Staßfurt geführt wird, nicht. Ebenso ist auch nicht zu erklären, warum den Antragstellern nun suggeriert werde, dass sie nicht bedürftig seien, zumal die Stadt Staßfurt noch keine Freitischregelung als zuständiger Schulträger getroffen hat. Einen Antrag auf Freitische zu stellen ist für viele Eltern kein leichter Gang. Bedeutet es doch, eigene soziale Not öffentlich zu machen. Deshalb sieht unser Freitischrichtlinienentwurf auch eine diskriminierungsfreie Teilnahme an der Mittagsversorgung in der Schule vor – sprich: der Freitischesser soll für seine Mitschüler unerkannt bleiben.
Ein Thema, welches auch ein sensibles Vorgehen von Lehrerschaft und Direktoren erfordert.
DIE LINKE. Staßfurt sagt: Eltern sollten Anträge weiter stellen
Da es in Staßfurt noch keine offizielle Freitischregelung gibt, empfiehlt DIE LINKE. Staßfurt allen Eltern, die in Sozialhilfe, Hartz IV oder anderer sozialer Not mit ihren Kindern leben, jetzt auch weiterhin die Freitischanträge abzugeben und sich damit ihren Anspruch bis zur Stadtratsbeschlussfassung zu sichern. DIE LINKE. Staßfurt hilft den Eltern in ihrem Staßfurter Faktionsbüro, in der Grenzstr. 11 auch gern weiter.
