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Foto: privat

Gedenkveranstaltung in Hecklingen anlässlich der Befreiung des Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee

Klaus Magenheimer

Zur traditionellen Gedenkveranstaltung am Sonnabend, den 31. Januar auf dem Hecklinger Friedhof, konnte das Mitglied des Kreisvorstandes und Stadträtin in Hecklingen, Genossin Heidi Müller auch im Namen des Bürgermeisters, Herr Hendrik Mahrholdt, Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hecklingen und auch Gäste aus dem Umfeld begrüßen. Unter ihnen war auch Veit Kuhr, der Kandidat der LINKEN für den Landtag im Wahlkreis 19. Er war der vorgesehene Redner der anschließenden Gedenkveranstaltung in Staßfurt.

Nach dem Niederlegen der beiden Kränze ergriff Frau Cornelia König, Direktorin der Grundschule Hecklingen, das Wort.

In einer emotionalen Rede erinnerte sie an die Gräueltaten in diesem deutschen Vernichtungslager. Hauptsächlich Juden, aber auch Sinti und Roma und politisch Andersdenkende wurden dorthin verschleppt. Von den insgesamt 1,3 Millionen deportierten Menschen haben 1,1 Millionen nicht überlebt.

Die Schilderung der russischen Befreier über die erlebten Bilder haben sie zutiefst entsetzt. Sie ist dankbar dafür, dass die Erinnerung an das furchtbare Geschehen durch Bilder, Filme, Dokumentationen aber auch durch Zeitzeugen sichtbar und erhalten bleibt. Sie erinnerte an Zeitzeugen wie Margot Friedländer und Esther Bejarano, die appellierten sich nicht schuldig zu machen, weil man über diese schreckliche Zeit nichts wissen will, was damals geschah und warum es geschah. Die Rednerin fragte: „ Was Menschen dazu bringt, anderen so etwas anzutun. Eine Antwort darauf werden wir wohl nie erhalten. „Sie forderte alle dazu auf: „ Dafür zu sorgen, dass nie vergessen wird, was geschehen ist. “ 

Bezogen auf die heutige Zeit, die leider von Vorurteilen durchdrungen ist und Geschichte relativiert wird, forderte Frau König alle Teilnehmer mit den Worten auf: „Lassen sie uns gemeinsam Verantwortung übernehmen und nie vergessen, wohin es führt, wenn Menschen ausgegrenzt, abgelehnt und am Ende wegen unbegründeter Ängste verfolgt und umgebracht werden.“

Mit einer Schweigeminute wurde die Veranstaltung beendet.

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