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Foto:privat

Regina Koblischke

Ameos-Betriebsrat beim Linken Neujahrsempfang in Aschersleben zu Gast

DIE LINKE. konnte zu ihrem Neujahrsempfang 2020 zahlreiche Gäste empfangen.

Die stellvertretende Vorsitzende der Stadtfraktion, Christine Klimt, begrüßte die anwesenden Gäste, unter ihnen den stellvertretenden Oberbürgermeister Herrn Schneidewind, Jörg Lemmert als Kreisvorsitzenden der Linken sowie Vertreter aus Politik, Sport- und Kulturvereinen. Außerdem waren Vertreter der Gewerkschaften ver.di und gdp anwesend. Sehr gefreut haben wir uns, dass wir Vertreter des Betriebsrates von AMEOS begrüßen konnten.

In einer Schweigeminute wurde der Genossinnen und Genossen gedacht, welche nicht mehr unter uns weilen. Danach ging Frau Klimt in ihrer Rede auf die bisherige Arbeit der Fraktion ein, u. a. dass entgegen einer Pressemitteilung der Antrag zur Schaffung einer zweiten Streetworker-Stelle von unserer Fraktion stammt. Sie warb für eine enge Zusammenarbeit mit den Bürgern. Auf Anregungen und Wünsche, auf Ärgernisse oder auch auf Erfreuliches wurde eingegangen und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Weiterhin verwies sie auf die Befreiung des Lagers Ausschwitz vor 75 Jahren und dass die Erinnerung daran nie verblassen darf. Auch die Dankbarkeit, die damit verbunden ist, dass seit 75 Jahren Frieden in Deutschland herrscht.

Unser Gast und Redner für diesen Abend war der Vorsitzende der Linken in Sachsen-Anhalt, Stefan Gebhardt. In seiner Rede ging er auf die Situation der Krankenhäuser im Lande ein, er hatte im Ascherslebener Krankenhaus den Beruf eines Pflegers gelernt, und skizzierte die Krankenhauslandschaft mit ihren unterschiedlichen Trägern. Weiterhin erklärte er, dass die LINKE solidarisch an der Seite und hinter den Forderungen der AMEOS-Beschäftigten nach einem Tarifvertrag steht. Er hob in seinen Ausführungen den Antrag der Landtagsfraktion zum Thema "Die Krankenhauslandschaft Sachsen-Anhalts kurzfristig retten, langfristig sichern und zukunftsorientiert gestalten!" hervor. Damit möchte die Fraktion u. a. den Investitionsstau auflösen, eine bedarfsgerechte Finanzierung der Investitionen sichern, Lösungen zwischen Land und Kommunen finden, um öffentliche Strukturen der Krankenhauslandschaft zu stärken und weitere Privatisierungen verhindern zu können. Eine Rekommunalisierung von Krankenhäusern ist zurzeit ob der Finanzlage der Landkreise und Städte unmöglich, aber über eine Rückführung, in welcher Form auch immer, ist verstärkt nachzudenken. Ein wichtiges Thema bleibt die Entlohnung in den Krankenhäusern, hier wäre eine Verbindlichkeit wünschenswert. Ebenso spielt die Verbesserung der Arbeitsbedingungen eine große Rolle. Hier schloss sich der Verweis auf das Volksbegehren für eine deutliche Verbesserung in der Unterrichtsversorgung und der Personalausstattung an unseren Schulen „Den Mangel beenden - Unseren Kindern Zukunft geben!“ an, verbunden mit der Bitte, diese Unterschriftensammlung zu unterstützen.

Im Anschluss daran sprach der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des AMEOS Aschersleben, Herr Holger Waack, u. a. über die Stimmung unter den Streikenden, die Arbeit bei AMEOS und die Bezahlung. Beeindruckend und interessant zugleich waren die Zahlenvergleiche zu anderen Kliniken. In Gesprächen zwischen den Gästen und den Gastgebern konnten die einen oder anderen Fragen zu AMEOS beantwortet werden.

Den Vertretern des Betriebsrates und den Streikenden der AMEOS-Klinik in Aschersleben konnten durch eine kleine Sammelaktion an diesem Abend über 200,00 € für die Streikkasse übergeben werden.